Der Ort – Oberdürenbach

Bild: Oberdürenbach am Jakobswegliegt im Herzen der Vulkaneifel und ist eine Station am Jakobsweg. Der Ort schmiegt sich in das Tal des Dürenbaches und kann so das Wetter, das von Südwesten kommt, unbeschadet weiter ziehen lassen. Durch weit ausgestreckte Mischwaldungen und über offene Höhenzüge strecken sich Wanderwege in alle Himmelsrichtungen.

Auf den steingen Äckern wird Getreide angebaut, auf den Wiesen weidet Vieh, und die Landschaft lädt zahlreiche Menschen ein, die sich an Leib und Seele in der Natur erholen.

Das Haus

Bild: Das Haus im BauDer kleine Hof an der Dorfstraße war im vergangenen Jahrhundert Wohn- und Arbeitshaus für ein Elternpaar mit acht Kindern. Im ehemaligen Wohnhaus warten zwei Gästezimmer, ein Schreib- und Malatelier, sowie die Küche und ein Esszimmer, kleine, intime Räume.

Bild: Das Haus im BauDie Scheune wurde in der Johannisnacht vom 24. auf den 25. Juni 2011 in ein Übungshaus umgewidmet, indem Menschen miteinander die Nacht hindurch tönten und in der Frühe die aufgehende Sonne begrüßten.

Zwei Fäden führen durch die Zeit am Ort

Der erste ist deutlich, zielgerichtet und hat eine klare Kontur. Hier geht es darum, dich einer vorgegebenen Form anzuvertrauen und in diesem Rahmen zu üben, worin du dich vertiefen möchtest. Der Rhythmus des Tages sowie die Struktur der Übungen sind vorgegeben.

Bild: Oberdürenbach am JakobswegDer andere Faden ist beweglich, unsicher, wechselnd und weich. Gemeint ist die Frage: Was ist dein persönliches herzliches Interesse? Was möchtest du im Blick auf die gegebenen Möglichkeiten gestalten? Möchtest du schreiben, im Garten arbeiten, zeichnen oder malen, mit Holz, Tonerde oder Stein arbeiten, Pflanzen untersuchen, die Landschaft entdecken?

Zu Beginn ist Zeit, darauf eine erste Antwort zu finden, den Faden aufzunehmen und ihm durch die Tage zu folgen. Ich stehe als Gegenüber zur Verfügung.

Der Weg führt dann von der Konzentration über die Achtsamkeit zum Gewahrsein.

Da sein, wo du bist

Mit allen Sinnen wahrnehmen:

tasten, riechen, horchen, schmecken und sehen. Absichtslos, unvoreingenommen, wertfrei zugewandt.

Annehmen, von vielen Seiten betrachten und so erschaffen und verwandeln.

Präsent sein.